Häufige Fragen zu Ausbildung & Studium

Ausbildung, Studium oder doch ein Gap Year? Hier beantworten wir die häufigsten Fragen, die Eltern zu den verschiedenen Bildungswegen nach der Schule haben.

Ist eine Ausbildung schlechter als ein Studium?

Nein! Das ist einer der größten Mythen. Fachkräfte mit Ausbildung sind in Deutschland extrem gefragt. In vielen Branchen verdienen Meister und Techniker genauso viel oder mehr als Akademiker – bei null Studienschulden.

Was ist ein duales Studium und für wen eignet es sich?

Ein duales Studium kombiniert Theorie an der Hochschule mit Praxis im Unternehmen. Ihr Kind verdient von Tag 1 Geld und hat nach dem Abschluss sowohl einen akademischen Grad als auch Berufserfahrung.

Soll mein Kind ein Gap Year machen?

Ein Gap Year (FSJ, BFD, Work & Travel, Au-pair) kann sehr sinnvoll sein – besonders wenn Ihr Kind noch unsicher ist. Es bringt Lebenserfahrung, Selbstständigkeit und oft Klarheit über die eigenen Wünsche.

Kann man nach der Ausbildung noch studieren?

Ja! Mit einer abgeschlossenen Ausbildung und Berufserfahrung kann man in den meisten Bundesländern auch ohne Abitur studieren. Viele Hochschulen bieten berufsbegleitende Studiengänge an.

Wie viel verdient mein Kind im dualen Studium?

Die durchschnittliche Vergütung im ersten Studienjahr liegt bei rund 1.100 Euro brutto monatlich. In der Metall- und Elektroindustrie sind nach Tarif bis zu 1.332 Euro möglich.

Ist das duale Studium wirklich so stressig?

Die Doppelbelastung ist real: Ihr Kind absolviert ein vollständiges Studium und arbeitet gleichzeitig im Unternehmen. Echte Semesterferien gibt es meist nicht. Gute Zeitplanung ist entscheidend.

Welche Noten braucht mein Kind für ein duales Studium?

Bei großen Unternehmen liegt der erwartete Schnitt oft bei 1,0 bis 2,0. Mittelständische Unternehmen sind manchmal auch mit einem Schnitt von 2,5 zufrieden.

Muss ich als Elternteil die Wohnung meines Azubi-Kindes mitfinanzieren?

Grundsätzlich sind Eltern während der Erstausbildung unterhaltspflichtig (§ 1610 BGB). Die Düsseldorfer Tabelle 2026 setzt für ein Kind mit eigenem Hausstand 990 Euro im Monat an, darin 440 Euro Warmmiete – abzüglich der Ausbildungsvergütung.

Wann hat mein Kind Anspruch auf BAB?

BAB steht Azubis in betrieblicher Ausbildung zu, wenn sie nicht bei den Eltern wohnen und der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt ist. Der Antrag läuft über die Agentur für Arbeit.

Kann mein Kind nach der Ausbildung noch studieren?

Ja, mit abgeschlossener Ausbildung und Berufserfahrung ist ein Studium auch ohne Abitur möglich. Alternativ kann das Fachabitur nachgeholt werden.

Wie lange dauert die Probezeit in der Ausbildung?

Die Probezeit dauert mindestens einen und maximal vier Monate. In dieser Zeit können beide Seiten das Ausbildungsverhältnis ohne Angabe von Gründen beenden.

Ist eine Ausbildung ein Rückschritt gegenüber Studium?

Nein. Viele Ausbildungsberufe bieten exzellente Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten. Meister, Techniker und Fachwirte verdienen oft vergleichbar mit Akademikern.

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