Orientierung & Berufswahl

Was tun, wenn mein Kind gar kein ausgeprägtes Interesse hat?

Antwort für Eltern

Dann nicht nach Interessen fragen, sondern nach Abneigungen – die sind bei Jugendlichen fast immer klar, und sie ergeben dasselbe Profil. „Was soll auf keinen Fall Teil deines Jobs sein?" ist die ergiebigste Frage der ganzen Berufsorientierung, weil sie beantwortbar ist. Ergänzen Sie vier weitere, die auf den Arbeitsalltag zielen statt auf einen Berufsnamen: drinnen oder draußen, allein oder mit Leuten, mit den Händen oder am Bildschirm, jeden Tag dasselbe oder jeden Tag anders. Fünf solche Antworten reichen, damit die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit damit arbeiten kann – sie ist nach §§ 29 und 30 SGB III kostenlos und führt Gespräche ausdrücklich auch mit Eltern gemeinsam. Und keine Sorge vor der Leere: Ausgeprägte Interessen sind mit 15 die Ausnahme, nicht die Regel. Was fehlt, ist meist nicht die Neigung, sondern die Gelegenheit, sie zu bemerken – dafür hilft ein Praktikum mehr als jedes Gespräch.

Mehr Kontext

Ein Interesse führt nicht zu einem Beruf, sondern zu einer Kernmotivation – und die passt auf zwanzig Berufe statt auf einen.

Interessen des Kindes beruflich nutzen 2027: Die Übersetzung

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