Orientierung & Berufswahl
Was tun, wenn mein Kind gar kein ausgeprägtes Interesse hat?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Dann nicht nach Interessen fragen, sondern nach Abneigungen – die sind bei Jugendlichen meist klar, und sie ergeben dasselbe Profil. „Was soll auf keinen Fall Teil deines Jobs sein?“ ist die ergiebigste Frage der ganzen Berufsorientierung, weil sie beantwortbar ist. Ergänzen Sie Fragen, die auf den Arbeitsalltag zielen statt auf einen Berufsnamen:
- drinnen oder draußen,
- allein oder mit Leuten,
- mit den Händen oder am Bildschirm,
- jeden Tag dasselbe oder jeden Tag anders.
Fünf solche Antworten reichen, damit die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit damit arbeiten kann. Sie ist kostenlos, und auf Wunsch Ihres Kindes können Sie mitkommen.
Und keine Sorge vor der Leere: Viele Jugendliche haben mit 15 noch keine ausgeprägten Interessen. Was fehlt, ist oft nicht die Neigung, sondern die Gelegenheit, sie zu bemerken – dafür hilft ein Praktikum mehr als jedes Gespräch. Wie Sie Stärken erkennen, zeigt Stärken des Kindes herausfinden.
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Interessen des Kindes beruflich nutzen: Ein Interesse führt nicht zu einem Beruf, sondern zu einer Kernmotivation – und die passt auf zwanzig Berufe.
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