Die Ausbildung: Der direkte Weg ins Berufsleben
324 anerkannte Ausbildungsberufe. Praxis vom ersten Tag. Und ein Abschluss, der weltweit respektiert wird.
Was ist eine duale Ausbildung?
Das deutsche Ausbildungssystem ist weltweit einzigartig und wird in vielen Ländern als Vorbild genutzt.
Im Betrieb (70 %)
3–4 Tage pro Woche praktische Arbeit im Unternehmen. Echte Aufgaben, echte Verantwortung, echtes Team.
- Lernen von erfahrenen Fachkräften
- Eigene Projekte betreuen
- Teil des Teams sein
- Networking aufbauen
In der Berufsschule (30 %)
1–2 Tage pro Woche theoretisches Wissen. Fachkunde, Allgemeinbildung, Prüfungsvorbereitung.
- Fachtheorie vertiefen
- Prüfungen vorbereiten
- Allgemeinbildung erweitern
- Mitschüler kennenlernen
Das BIBB hebt in seinen Berichten regelmäßig hervor, dass das duale Ausbildungssystem international als Erfolgsmodell gilt und zur vergleichsweise niedrigen Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland beiträgt.
— Vgl. BIBB-Datenreport zum Berufsbildungsbericht
Warum eine Ausbildung der richtige Weg sein kann
Eine Ausbildung bietet einzigartige Vorteile, die oft unterschätzt werden.
Finanzielle Unabhängigkeit
Vom ersten Tag an ein eigenes Gehalt – durchschnittlich 1.209 € monatlich je nach Branche und Lehrjahr.
Im 3. Lehrjahr können es deutlich mehr sein
Praxis von Anfang an
Direkt im Beruf arbeiten statt jahrelang Theorie zu pauken. Echte Projekte, echte Verantwortung.
70 % der Zeit im Betrieb, 30 % Berufsschule
Schneller ins Berufsleben
In 2–3,5 Jahren zum anerkannten Berufsabschluss. Während andere noch studieren, verdienen Sie bereits.
Bei guten Leistungen Verkürzung möglich
Exzellente Karrierechancen
Fachkräfte werden händeringend gesucht – beste Übernahmeaussichten und Aufstiegsmöglichkeiten.
Fachkräftemangel sichert Arbeitsplätze
Soziale Absicherung
Volle Sozialversicherung ab Tag 1: Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.
Rentenansprüche werden aufgebaut
Alle Wege offen
Weiterbildung zum Meister, Techniker oder Fachwirt. Studium auch ohne Abitur möglich.
Meister = Bachelor-Äquivalent (DQR 6)
Ausbildungsbereiche im Überblick
Von Handwerk bis High-Tech – für jeden Interessensbereich gibt es passende Ausbildungen.
Industrie & Handwerk
Kaufmännisch
IT & Medien
Gesundheit & Soziales
Vorurteile? Lassen Sie uns aufräumen.
Viele Klischees über die Ausbildung halten einer Prüfung nicht stand.
Ausbildung ist nur für schlechte Schüler
Top-Unternehmen wie Siemens, BMW oder BASF suchen gezielt Abiturienten für anspruchsvolle Ausbildungen. Die Anforderungen sind oft höher als bei manchen Studiengängen.
Mit Ausbildung verdient man weniger
Meister und Techniker verdienen im Durchschnitt genauso viel wie Akademiker – und starten 3–5 Jahre früher ins Berufsleben.
Ausbildung ist eine Sackgasse
Der Meisterbrief ist dem Bachelor gleichgestellt (DQR Niveau 6). Damit kann man studieren, einen Betrieb gründen oder in Führungspositionen aufsteigen.
Nur in Handwerk und Industrie
Es gibt Ausbildungen in allen Bereichen: IT, Medien, Gesundheit, Finanzen, Hotellerie, Logistik, Labor und viele mehr.
Tipps für die Unterstützung
So können Sie Ihr Kind auf dem Weg zur Ausbildung begleiten.
Frühzeitig informieren
Große Unternehmen starten ihre Ausschreibungen oft 12–18 Monate vor Ausbildungsbeginn. Beginnen Sie die Recherche in der 9. Klasse.
Praktika sind Gold wert
Jedes Praktikum gibt Einblicke und verbessert die Bewerbungschancen. Viele Betriebe rekrutieren bevorzugt ehemalige Praktikanten.
Netzwerk nutzen
Fragen Sie im Bekanntenkreis – persönliche Empfehlungen öffnen Türen. 30 % der Ausbildungsplätze werden nie öffentlich ausgeschrieben.
Nicht entmutigen lassen
Im Durchschnitt braucht es 10–15 Bewerbungen bis zum Erfolg. Absagen gehören dazu und sind keine Bewertung der Person.
Was Eltern rechtlich wissen sollten
Schritt für Schritt zur Ausbildung
Diese interaktive Checkliste hilft Ihnen, alle wichtigen Schritte im Blick zu behalten.
Ausbildungs-Checkliste
Alle wichtigen Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen Ausbildung
0 von 19 erledigt
Noch keine Punkte abgehakt
Über verschiedene Ausbildungsberufe informiert
💡Unseren Orientierungstest und BERUFENET nutzen
Berufsberatung der Arbeitsagentur genutzt
💡Kostenlose Termine online buchbar
Mindestens 3 Berufe in die engere Auswahl genommen
Praktika oder Schnuppertage absolviert
💡Viele Betriebe bieten Tagespraktika an
Mit Azubis oder Ausbildern gesprochen
Ausbildungsmessen besucht (virtuell oder vor Ort)
Bewerbungsfristen recherchiert
💡Große Unternehmen starten oft 1 Jahr vorher
Lebenslauf aktualisiert und geprüft
Anschreiben individuell für jeden Betrieb geschrieben
Zeugnisse und Praktikumsbescheinigungen gesammelt
Bewerbungsfotos gemacht (professionell empfohlen)
Bewerbungen verschickt (mindestens 10–15)
Auf Vorstellungsgespräche und Einstellungstests vorbereitet
Ausbildungsvertrag genau gelesen und verstanden
Krankenversicherung geklärt
Girokonto für Gehalt eingerichtet
Arbeitsweg und Fahrtmöglichkeiten geprüft
Arbeitsmaterialien besorgt
Berufsschule und Stundenplan bekannt
jobfari – Die Berufsorientierungs-App für Eltern
www.jobfari.de
Gedruckt am 23. September 2026
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