Eltern-Kind-Dynamik

Mein Kind wirft mir vor, es zu kontrollieren – wie reagiere ich?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Nicht verteidigen, sondern nachfragen, woran es das festmacht – und dann eine konkrete Sache abgeben. Der Vorwurf ist fast immer eine Rückmeldung zur Häufigkeit, nicht zum Inhalt: Einmal gesagt ist ein Hinweis, dreimal gesagt ist Kontrolle. Eine Rechtfertigung bestätigt genau den Eindruck, den Sie entkräften wollen.

Wirksam ist stattdessen ein Zugeständnis mit Substanz – Sie fragen diese Woche nicht von selbst nach, oder Ihr Kind führt das Telefonat mit dem Betrieb allein.

Trennen Sie außerdem klar zwischen Entscheidung und Organisation: Die Wahl gehört Ihrem Kind, Termine und Formulare dürfen Sie übernehmen, wenn es das will – fragen Sie das ausdrücklich, statt es stillschweigend zu tun.

Rechtlich steht das auf Ihrer Seite: § 1626 Abs. 2 BGB verlangt gerade, die wachsende Selbständigkeit zu berücksichtigen. Wer das ernst nimmt, verliert keinen Einfluss, sondern gewinnt wieder Gespräche. Mehr dazu in Loslassen bei der Berufswahl.

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