Orientierung & Berufswahl

Was kann ich tun, wenn Arbeitgeber mein Kind nicht ernst nehmen?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Den Weg über das Praktikum statt über die Bewerbungsmappe gehen – und die Stellen einschalten, deren Aufgabe genau das ist. Eine Bewerbung wird nach Unterlagen sortiert, ein Praktikum nach Verhalten beurteilt; für Jugendliche mit schwächerem Zeugnis ist der zweite Weg der aussichtsreichere. Hilfreich sind:

  • Einstiegsqualifizierung nach § 54a SGB III: vier bis zwölf Monate im Betrieb, die auf eine anschließende Ausbildung angerechnet werden können – häufig übernimmt der Betrieb danach.
  • Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit: kostenlos und mit Kenntnis von Betrieben, die auch ohne Bestnoten einstellen.
  • Ausbildungsberatung der Kammer: nach § 76 BBiG mit eigenem Beratungsauftrag und Überblick über freie Plätze.

Und falls eine Absage ausdrücklich mit Herkunft, Geschlecht oder Behinderung begründet wird: Das ist nach §§ 1 und 7 AGG unzulässig, Ansprüche müssen binnen zwei Monaten geltend gemacht werden. Wie Sie Stärken im Gespräch sichtbar machen, zeigt Stärken des Kindes herausfinden.

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