Ausbildungsalltag & Krisen
Kann der Betrieb den Ausbildungswechsel verhindern?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Verhindern nein, verzögern ja. Es kommt darauf an, wann und wohin Ihr Kind wechselt:
- In der Probezeit kann jede Seite jederzeit ohne Frist kündigen (§ 22 Abs. 1 BBiG).
- Nach der Probezeit, in einen anderen Beruf oder bei Aufgabe der Ausbildung kündigt Ihr Kind mit vier Wochen Frist (§ 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG). Das kann der Betrieb nicht blockieren.
- Nach der Probezeit, im selben Beruf braucht Ihr Kind seine Zustimmung zu einem Aufhebungsvertrag. Verweigert er sie, bleibt nur die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund – oder das Aushalten bis zum Ende.
Im letzten Fall hilft die Kammer: Die Ausbildungsberatung spricht mit dem Betrieb und vermittelt.
Ein schlechtes Zeugnis ist dabei kein Druckmittel. Es muss wahr und wohlwollend sein, und Ihr Kind kann eine Berichtigung verlangen. Wie Kündigung und Fristen im Einzelnen laufen, steht in Kündigung in der Ausbildung.
Mehr Kontext
Ihr Kind kann den Ausbildungsbetrieb wechseln – der rechtliche Weg hängt davon ab, ob es den Beruf behält. Was im ersten, zweiten und dritten Jahr gilt.
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