Orientierung & Berufswahl

Lohnt sich ein Karrierecoach für mein Kind?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

In den meisten Fällen nicht – nur dann, wenn die kostenlosen Angebote ausgeschöpft sind und ein besonderer Grund dazukommt:

  • eine abgebrochene Ausbildung,
  • eine Lernschwierigkeit oder chronische Erkrankung,
  • eine sehr spezielle Berufsrichtung,
  • ein Verhältnis zwischen Eltern und Kind, in dem jedes Gespräch über die Zukunft im Streit endet.

Nicht sinnvoll ist ein Coaching bei Antriebslosigkeit: Ein Coach kann Interessen sichtbar machen, aber niemanden zum Handeln bringen. Hält der Rückzug über Monate an, ist die hausärztliche oder kinder- und jugendärztliche Praxis die richtige Adresse.

Geht Ihr Kind noch zur Schule und ist der Abschluss gefährdet, prüfen Sie vorher die Berufseinstiegsbegleitung nach § 49 SGB III: eine feste, kostenlose Begleitperson ab der Vorabgangsklasse bis in die Ausbildung hinein, angeboten an vielen Schulen. Was die kostenlose Beratung leistet, zeigt Berufsberatung der Arbeitsagentur.

Mehr Kontext

Ein privates Coaching kostet 500 bis 2.000 Euro – und ist meist nicht nötig. Wann es sich trotzdem lohnt und woran Sie einen unseriösen Anbieter erkennen.

Privater Berufsberater für mein Kind 2027: Wann er sich lohnt – und wann nicht

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