Eltern-Kind-Dynamik

Soll ich eigene Träume auf mein Kind projizieren?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Nein – und der Punkt, an dem es kippt, ist gut erkennbar: Sobald Ihre Zustimmung an ein bestimmtes Ergebnis geknüpft ist, ist es keine Unterstützung mehr. Der Beruf, den Sie selbst nicht ergreifen konnten, ist nicht der Ihres Kindes; der, den Sie ergriffen haben, ist es genauso wenig.

Prüfen Sie Ihre Sorge mit einer einfachen Frage: Geht es um das Kind oder um mich? Meist steht dahinter Angst vor Unsicherheit, nicht ein Urteil über den Beruf – und benannt verliert diese Angst an Gewicht.

Was Sie beitragen dürfen, ist Ihre Erfahrung als Beispiel: was Sie an Ihrem Arbeitstag mögen und was nicht. Was nicht hilft, ist die Erfahrung als Maßstab, denn der Ausbildungsmarkt hat sich gedreht – die Bundesagentur für Arbeit zählte zum Ende des Beratungsjahres 2024/25 rund 54.000 unbesetzte Stellen bei rund 40.000 unversorgten Bewerbern. Mehr dazu in Eigene Wünsche dem Kind aufzwingen?

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