Eltern-Kind-Dynamik
Mein Kind sagt, ich solle mich raushalten – soll ich das tun?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nur bei den Entscheidungen, nicht bei der Organisation. „Halt dich raus“ meint fast immer die Bewertung, nicht die Unterstützung. Wer daraufhin das Thema komplett fallen lässt, erhöht die Anspannung, weil die Entscheidung ungelöst im Raum stehen bleibt.
Trennen Sie deshalb beides: Die Wahl des Berufs gehört Ihrem Kind, Termine, Fristen und Formulare dürfen Sie übernehmen, wenn es das will. Fragen Sie das ausdrücklich – „Soll ich die Fristen in den Kalender eintragen oder machst du das?“ –, statt es stillschweigend zu tun oder zu lassen.
Sagen Sie außerdem zu, dass Sie eine Woche lang nicht von selbst anfangen. Eine angekündigte Pause nimmt mehr Druck als Schweigen, weil sie das Thema aus dem Raum nimmt, statt es lauernd stehen zu lassen.
Bleibt es dabei, übernimmt die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit das Gespräch: nach §§ 29 und 30 SGB III gesetzlicher Auftrag, kostenlos und auf Wunsch Ihres Kindes auch mit Ihnen gemeinsam. Dass Ihr Kind dort offener spricht als zu Hause, ist der Normalfall. Wie ein Termin abläuft: Berufsberatung der Arbeitsagentur.
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