Orientierung & Berufswahl
Soll ich mein Kind zwingen, irgendetwas anzufangen?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nein – eine erzwungene Entscheidung hält selten, weil sie nicht auf eigener Erfahrung beruht. 2024 wurden 29,7 Prozent der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst, und falsche Vorstellungen vom Beruf gehören zu den Gründen. Ein erzwungener Start verschiebt das Problem also oft nur und verschlechtert die Ausgangslage.
Was Sie dagegen einfordern können und sollten, ist nicht eine Entscheidung, sondern Aktivität:
- ein Termin bei der Berufsberatung,
- ein Praktikum,
- eine Bewerbung im Monat.
Das ist überprüfbar, ohne eine Festlegung zu verlangen.
Und es lohnt, die Erwartung auszusprechen, die oft unausgesprochen im Raum steht: Viele Abiturienten glauben, nur ein Studium sei akzeptiert, und schließen deshalb Wege aus, die niemand verboten hat. Mehr dazu in Kind will Ausbildung statt Studium.
Mehr Kontext
Wenn das Kind nach dem Abi nicht weiter weiß, liegt es an der Zahl der Optionen. Acht Wege, die Struktur geben, ohne eine Festlegung zu verlangen.
Kind weiß nach dem Abi nicht weiter 2027: Acht Wege aus der Blockade
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