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Wie unterscheide ich zwischen gesunder Gaming-Leidenschaft und Spielsucht?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nicht an der Stundenzahl, sondern daran, was daneben noch stattfindet. Die Computerspielstörung ist laut Weltgesundheitsorganisation seit der ICD-11 eine eigenständige Diagnose, und ihre Kriterien sind alltagstauglich:
- Kontrollverlust über Beginn, Dauer und Beenden des Spielens,
- wachsender Vorrang des Spiels vor anderen Interessen und Verpflichtungen,
- Fortsetzung trotz erkennbarer negativer Folgen.
Entscheidend ist der Verlauf über mindestens zwölf Monate und die Frage, ob der Alltag leidet. Ein Jugendlicher, der viel spielt, aber zur Schule geht, Freunde trifft, schläft und aufhören kann, wenn etwas ansteht, hat ein intensives Hobby. Wer Verabredungen absagt, über Monate im Zeugnis abfällt, nachts spielt und Spielzeiten verheimlicht, hat es nicht mehr.
Trifft das über mehrere Monate zu, ist die Hausarztpraxis oder eine Suchtberatungsstelle der richtige Weg – beides kostet nichts. Ein Verbot ist es nicht: Es verlagert das Spielen nur dorthin, wo Sie es nicht mehr sehen.
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