Orientierung & Berufswahl

Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Coaches für das Berufsorientierungs-Coaching meines Kindes achten, um unseriöse Anbieter zu vermeiden?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Der wichtigste Punkt zuerst: „Coach“ ist keine geschützte Bezeichnung – es gibt keine vorgeschriebene Ausbildung und keine Aufsicht, also müssen Sie selbst prüfen. Genau darin liegt der Unterschied zu den öffentlichen Stellen: Die Ausbildungsberatung der Kammern hat nach § 76 BBiG einen gesetzlichen Auftrag, ein Coach hat keinen.

Schon zwei dieser Warnzeichen sind ein Grund zur Absage:

  • Erfolgsversprechen wie „wir finden den passenden Beruf“,
  • Paketzwang ohne einzeln buchbares Erstgespräch,
  • ein hauseigener Test als Kern des Angebots,
  • fehlende Preise auf der Website,
  • zeitlicher Druck auf den Vertragsabschluss.

Gute Zeichen sind das Gegenteil: ein kostenloses Erstgespräch, ein klarer Stundensatz, eine nachvollziehbare fachliche Herkunft aus Psychologie, Pädagogik oder Personalentwicklung – und die Bereitschaft, Sie an die kostenlosen Stellen zu verweisen, wenn das ausreicht.

Fragen Sie im Erstgespräch, woran der Anbieter selbst merken würde, dass Sie bei ihm falsch sind; wer darauf keine Antwort hat, hat kein Profil. Und lassen Sie sich schriftlich geben, was am Ende herauskommen soll – „mehr Klarheit“ ist kein Ergebnis. Die kostenlose Alternative beschreibt Berufsberatung der Arbeitsagentur.

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