Orientierung & Berufswahl

Ist es normal, dass Teenager keine Zukunftspläne haben?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Ja, das ist häufig – mit 15 oder 16 haben viele Jugendliche noch keine festen Berufsvorstellungen. Auffällig ist nicht das Fehlen eines Plans, sondern das Fehlen jeder Erkundung.

Wer keine Entscheidung hat, aber Praktika macht, Termine wahrnimmt und Fragen stellt, ist auf Kurs. Wer Termine vergessen lässt, fertige Unterlagen liegen lässt und das Thema konsequent wechselt, ist überfordert.

Die Marktlage entschärft den Zeitdruck: Zum 30. September 2025 waren 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt, bei 39.900 unversorgten Bewerbern, und im Handwerk und Handel werden Plätze oft noch spät besetzt.

Entlastend ist auch, dass die erste Wahl nichts festschreibt: Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 öffnet ein Meister-, Techniker- oder Fachwirtabschluss später jedes Studium ohne Abitur. Wie Sie ohne Druck begleiten, zeigt Berufswahl ohne Druck.

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