Orientierung & Berufswahl

Soll ich mein Kind zu einem Praktikum zwingen?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Zum Pflichtpraktikum nicht, weil die Schule es ohnehin verlangt – zum zweiten, freiwilligen dürfen Sie deutlich drängen, aber die Auswahl gehört Ihrem Kind.

Der Unterschied ist entscheidend: Ein Praktikum, das Ihr Kind selbst ausgesucht hat, wirkt auch dann, wenn Sie den Beruf für abwegig halten. Eines, das Sie ausgesucht haben, bestätigt nur, dass Berufsorientierung etwas ist, das ihm angetan wird.

Der Nutzen ist messbar: 2024 wurden 29,7 Prozent der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst, und falsche Vorstellungen vom Beruf gehören zu den Gründen. Erst das zweite Praktikum erlaubt den Vergleich, der davor schützt.

Beachten Sie den Jugendarbeitsschutz: Ein freiwilliges Ferienpraktikum ist für schulpflichtige Jugendliche ab 15 Jahren höchstens vier Wochen im Jahr zulässig. Bleibt jede Form verweigert, ist das eher ein Überforderungszeichen als Trotz. Wie Ihr Kind einen Platz findet, steht in Schülerpraktikum finden.

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