Orientierung & Berufswahl
Soll ich meinem Kind auf der Messe helfen, Gespräche zu führen?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Vorbereiten ja, führen nein – ein Elternteil, das die Fragen stellt, nimmt genau den Eindruck weg, auf den es ankommt. Betriebe merken sich auf Messen vor allem, wer selbst gefragt hat; das ist oft der erste Kontakt zu einer späteren Bewerbung. Üben Sie deshalb vorher drei Fragen und lassen Sie Ihr Kind sie laut aussprechen – das ist der ganze Unterschied. Am Stand stellen Sie sich zwei Schritte daneben und halten sich heraus, auch wenn eine Pause entsteht: Drei Sekunden Stille fühlen sich länger an, als sie sind.
Ihre nützliche Rolle liegt daneben:
- Unterlagen tragen, damit die Hände Ihres Kindes frei sind.
- Termine und Standnummern notieren – nach dem vierten Gespräch weiß niemand mehr, wer was gesagt hat.
- Nach drei Ständen eine Pause vorschlagen. Mehr als fünf gute Gespräche schafft an einem Tag kaum jemand.
Ist Ihr Kind sehr schüchtern, hilft ein abgestufter Einstieg: erst ein Stand, an dem Sie beide nur zuhören, dann einer, an dem Ihr Kind eine einzige Frage stellt. Mehr dazu in Schüchternes Kind und Berufswahl. Bleibt es zu schwer, ist der Stand der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit der leichtere Anfang – sie ist kostenlos und auf Gespräche mit Jugendlichen eingerichtet.
Mehr Kontext
Berufsmesse mit Vorbereitung: Sie nützt nur mit drei markierten Ständen und drei festen Fragen. Zwanzig Minuten vorher entscheiden über den ganzen Tag.
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