Wege nach der Schule
Soll mein Kind lieber irgendwas studieren, um nicht zu Hause zu sitzen?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nein – ein Studium als Beschäftigungstherapie ist der teuerste Weg, sich Zeit zu kaufen. Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung weist für Bachelorstudiengänge seit Jahren Abbruchquoten um ein Viertel bis ein Drittel aus, und mangelnde Motivation für das gewählte Fach gehört zu den häufig genannten Gründen. Wer ohne Interesse einschreibt, landet also mit hoher Wahrscheinlichkeit nach zwei bis vier Semestern an derselben Stelle – nur mit weniger Zeit und, bei einem Umzug, weniger Geld.
Zwei Nebenwirkungen kommen dazu: Ein Studienabbruch kann spätere BAföG-Ansprüche beeinträchtigen, und die Erfahrung des Scheiterns macht die nächste Entscheidung nicht leichter.
Sinnvoller sind Wege, die Struktur geben, ohne eine Festlegung zu verlangen:
- ein Freiwilligendienst,
- eine Einstiegsqualifizierung nach § 54a SGB III,
- zwei Praktika in unterschiedlichen Bereichen.
Die Ausnahme: Findet Ihr Kind ein Fach wirklich interessant und ist nur unsicher, ob es dafür reicht, ist Ausprobieren richtig. Welche Wege es nach dem Abi gibt, zeigt Was tun nach dem Abi?
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