Eltern-Kind-Dynamik

Unser Kind hat einen Beruf gewählt, der uns enttäuscht – wie gehen wir damit um?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Die Enttäuschung nicht dem Kind aufladen und die zwei sachlichen Fragen stellen, die tatsächlich etwas klären:

  • Kennt es den Beruf aus eigener Anschauung?
  • Bleiben die Anschlüsse offen?

Fällt beides positiv aus, ist die Entscheidung besser begründet als die vieler Studienanfänger – das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung ermittelte für die Bachelor-Anfängerjahrgänge 2016 und 2017 eine Abbruchquote von 28 Prozent, an Universitäten 35 Prozent. Was danach hilft, ist eine Verschiebung des Maßstabs: Anspruch ist eine Eigenschaft der Aufgabe, nicht des Abschlusses, und der größte Einkommenshebel ist ohnehin die Aufstiegsfortbildung, nicht die Wahl des Ausbildungsberufs. Belastbare Werte je Beruf liefert der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Und sagen Sie Ihrem Kind einmal ausdrücklich, dass die Entscheidung seine ist und bleibt – sonst hört es die Enttäuschung jedes Mal mit, wenn Sie nach der Arbeit fragen.

Mehr Kontext

„Ich will doch nur das Beste für dich" ist meist ehrlich gemeint – und meist der Punkt, an dem der eigene Wunsch in die Entscheidung rutscht.

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