Eltern-Kind-Dynamik
Was mache ich, wenn mein Kind einen Beruf wählt, von dem es definitiv nicht leben kann?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Prüfen Sie zuerst, ob „definitiv“ stimmt – und zwar an Zahlen, nicht am Bauchgefühl. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist Medianwerte je Beruf, Region und Alter aus; die Spannen innerhalb eines Berufs sind meist größer als die Unterschiede zwischen zwei Berufen.
Bestätigt sich die Sorge, nennen Sie sie einmal sachlich mit der Zahl und bieten dann den Nachbarberuf an: dieselbe Tätigkeit in einem Beruf mit besserer Vergütung oder mehr Plätzen. Aus „Mediengestalter“ wird Kaufmann für Marketingkommunikation, aus „Tierpfleger“ Tiermedizinische Fachangestellte.
Und rechnen Sie die Durchlässigkeit mit: Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 öffnet ein Meister jedes Studium – die erste Wahl legt niemanden fest. Welche Berufe gut zahlen, zeigt Gut bezahlte Ausbildungsberufe.
Mehr Kontext
Kind will einen anderen Beruf als die Eltern: Ein Verbot macht ihn attraktiver, ein Praktikum klärt ihn. Wann Ihre Sorge wirklich sachlich begründet ist.
Mein Kind will einen anderen Beruf 2027: Wie Eltern reagieren, ohne die Beziehung zu beschädigen
Passende Ratgeber
Weitere Fragen zu diesem Thema
- Ab welchem Alter sollte ich den Berufswunsch meines Kindes akzeptieren, auch wenn ich dagegen bin?
- Wie gehe ich damit um, wenn mein Partner und ich unterschiedlicher Meinung sind?
- Mein Kind hat den abgelehnten Beruf gewählt und die Ausbildung läuft schlecht. Soll ich „Ich hab es dir ja gesagt" sagen?
- Wie verhindere ich, dass der Streit über die Berufswahl unsere Familienbeziehung dauerhaft beschädigt?
- Welche Rolle spielen Soft Skills bei der Berufswahl und wie können wir sie fördern?
- Was, wenn mein Kind überhaupt keine Idee hat, was es machen möchte?