Orientierung & Berufswahl
Was tun, wenn mein Kind den Test nicht ernst nimmt?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Erst prüfen, woran es liegt – Durchklicken hat meist einen von drei Gründen, und jeder verlangt etwas anderes:
- Überforderung: Wer nicht weiß, was er will, empfindet jede Frage nach Vorlieben als Prüfung. Hier hilft, den Test wegzulassen und stattdessen einen Tag im Betrieb eines Bekannten zu organisieren.
- Misstrauen gegen das Format: Manche Jugendliche halten Tests grundsätzlich für unsinnig. Dann hilft ein anderer Rahmen – nicht „mach das mal“, sondern gemeinsam am Tisch, und Sie machen ihn mit.
- Müdigkeit: Ein Test nach einem langen Schultag liefert ein verzerrtes Ergebnis. Verschieben Sie ihn auf einen freien Vormittag.
Was in allen drei Fällen nicht hilft, ist Wiederholung unter Druck: Ein zweiter Durchgang gegen den Willen Ihres Kindes liefert schlechtere Daten als der erste.
Bewegt sich über Wochen gar nichts, ist ein Termin bei der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit der bessere nächste Schritt – er ist kostenlos, und mit Fremden sprechen viele Jugendliche offener über ihre Zukunft. Steht das Thema selbst im Weg, hilft Kind ist antriebslos bei der Berufswahl.
Mehr Kontext
Ein Berufswahltest entscheidet nichts – er verlängert die Liste. Woran Sie einen brauchbaren erkennen und welcher Schritt danach über den Wert entscheidet.