Wege nach der Schule
Wie erkenne ich, ob mein Kind eher der Ausbildungs- oder Studientyp ist?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
An drei Beobachtungen aus dem Alltag, nicht an den Noten:
- Umgang mit unstrukturierter Zeit: Wer sich Aufgaben selbst einteilt, ohne dass jemand fragt, kommt im Studium zurecht.
- Theorie ohne sichtbaren Zweck: Wer ein Thema auch dann verfolgt, wenn es gerade zu nichts führt, ebenfalls.
- Bedürfnis nach Rückmeldung: Wer besser arbeitet, sobald ein Ergebnis sichtbar wird, und regelmäßige Rückmeldung braucht, ist in der Ausbildung richtig – dort gibt es beides täglich.
Der Notendurchschnitt sagt dazu wenig; er misst, was die Schule prüft. Verlässlicher ist der praktische Test: zwei Wochen Praktikum gegen einen Schnuppertag an der Hochschule. Auch die Tätigkeitsbeschreibung in BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit ist ein Prüfstein – lässt sie Ihr Kind kalt, ist das eine Antwort.
Und eine Warnung vor dem häufigsten Fehlschluss: Ein gutes Abitur ist kein Argument für ein Studium, sondern nur die Eintrittskarte dafür. Wer eher praktisch veranlagt ist, findet Anregungen in Kind will Ausbildung statt Studium.
Mehr Kontext
Ausbildung oder Studium? Beide Wege führen ineinander über, die Frage heißt also nicht entweder oder. Was die Abbruchzahlen sagen und was beides kostet.
Ausbildung oder Studium 2027: Die Entscheidungshilfe für Eltern
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