Ausbildungsberufe & Branchen

Mein Kind ist noch unentschlossen, welcher soziale Beruf am besten passt. Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es, die eine hohe Nachfrage nach Fachkräften garantieren?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Die verlässlichste Kombination aus hoher Nachfrage und offenem Einstieg ist ab Januar 2027 die neue Pflegefachassistenz – und sie eignet sich gerade für Unentschlossene. Das Pflegefachassistenzeinführungsgesetz vereinheitlicht zum 1. Januar 2027 die bisher 27 landesrechtlich geregelten Pflegehilfe- und Assistenzausbildungen:

  • 18 Monate in Vollzeit, Teilzeit möglich,
  • Hauptschulabschluss genügt,
  • vergütet und bundesweit anerkannt.

Der entscheidende Vorteil ist die Anrechenbarkeit: Die 18 Monate lassen sich auf die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau anrechnen. Das macht die Assistenz zu einer Entscheidung auf Probe statt zu einer Festlegung. Ähnlich offen ist die Heilerziehungspflege, wenn die Arbeit mit Menschen mit Behinderung infrage kommt.

Wer unsicher ist, sollte vor der Wahl zwei Praktika in unterschiedlichen Feldern machen – Kita und Pflegeeinrichtung unterscheiden sich stärker voneinander als Pflege und Handwerk. 2024 wurde fast jeder dritte Ausbildungsvertrag vorzeitig gelöst; zwei Wochen Vorabklärung beugen einer Fehlentscheidung vor.

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