Ausbildungsberufe & Branchen

Bietet eine Ausbildung in einem sozialen Beruf auch Aufstiegschancen? Mein Kind möchte sich weiterentwickeln können.

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Ja, und zwar auf vier Stufen, die aufeinander aufbauen – der Ruf der Sackgasse stammt aus einer Zeit, die vorbei ist.

  • Fachweiterbildung, etwa Intensivpflege, Anästhesie, Psychiatrie oder Gerontopsychiatrie. Sie dauert berufsbegleitend rund zwei Jahre und wirkt sich direkt auf die Eingruppierung aus.
  • Praxisanleitung: Wer selbst ausbildet, übernimmt Verantwortung und wird höher eingestuft.
  • Leitung, also Stations- oder Wohnbereichsleitung, ebenfalls über eine Weiterbildung.
  • Studium – auch ohne Abitur.

Beim Studium liegt der Punkt, den kaum eine Familie kennt: Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 erhält eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, wer einen Fortbildungsabschluss mit mindestens 400 Unterrichtsstunden vorweist. Damit stehen Pflegewissenschaft, Soziale Arbeit oder Pflegepädagogik offen. Wer nur eine abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung hat, kommt über den fachgebundenen Zugang hinein, muss dort aber eine Eignungsprüfung bestehen oder ein Probejahr absolvieren. Mehr dazu in Studium ohne Abitur nach der Ausbildung.

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