Ausbildungsberufe & Branchen

Ich habe gehört, dass soziale Berufe schlecht bezahlt werden. Stimmt das noch für 2026, wenn mein Kind eine Ausbildung in diesem Bereich macht?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Für die Ausbildung stimmt es schon länger nicht – entscheidend ist aber nicht der Beruf, sondern die Tarifbindung des Trägers. In der Pflege liegt die tarifliche Ausbildungsvergütung im ersten Jahr bei rund 1.490 Euro im Monat und damit beim gut Doppelten der gesetzlichen Untergrenze von 724 Euro, die nach § 17 Abs. 2 BBiG für Verträge mit Beginn 2026 gilt; den Satz für 2027 gibt das Bundesbildungsministerium bis zum 1. November 2026 bekannt. Öffentliche und kirchliche Träger zahlen in der Regel nach Tarif, kleine private Einrichtungen nicht immer. Die Frage, die im Vorstellungsgespräch am meisten bringt, lautet deshalb schlicht: Sind Sie tarifgebunden? Die Sätze der einzelnen Jahre stehen in Ausbildungsvergütung.

Zwei Einschränkungen gehören dazu:

  • Rein schulische Ausbildungen sind oft unvergütet – die klassische Erzieher- oder Sozialassistenzausbildung kostet teilweise sogar Schulgeld. Die praxisintegrierte Erzieherausbildung ist hier die Ausnahme und lohnt die Suche.
  • Die spätere Bezahlung in der Pflege liegt im Mittelfeld, nicht an der Spitze. Der Aufstieg über Fachweiterbildungen verschiebt das aber deutlich.

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