Orientierung & Berufswahl

Mein Kind wechselt ständig seine Berufswünsche – liegt das an der ADHS?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Möglich, aber nicht zwingend – häufige Wechsel sind bei Jugendlichen allgemein normal, und die Unterscheidung liegt im Muster, nicht in der Häufigkeit.

Auffällig wäre, wenn Themen jeweils schnell durchdrungen und fallen gelassen werden, sobald Routine einsetzt, und wenn das in allen Lebensbereichen gleich abläuft. Nicht auffällig ist, wenn Wünsche wechseln, weil neue Berufe überhaupt erst sichtbar werden – das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe des BIBB führt 325 duale Berufe.

Statt die Häufigkeit zu bewerten, lohnt die Suche nach dem Gemeinsamen: Welche Tätigkeit steckt in allen Wünschen – gestalten, reparieren, erklären, organisieren?

Für eine Einschätzung der beruflichen Eignung gibt es eine kostenlose Anlaufstelle: Der Berufspsychologische Service der Bundesagentur für Arbeit führt auf Veranlassung der Berufsberatung Tests durch, etwa zu Konzentration, Rechnen und räumlichem Denken (§ 32 SGB III). Eine ADHS-Diagnose stellt er nicht; dafür bleibt die kinder- und jugendpsychiatrische Praxis zuständig. Wie Sie Stärken erkennen, zeigt Stärken des Kindes herausfinden.

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