Wege nach der Schule
Muss mein Kind für den fachgebundenen Weg wirklich eine Prüfung ablegen?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Ja – Berufspraxis allein genügt nicht, und dieser Punkt wird am häufigsten übersehen. Der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 verlangt für die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung beides:
- eine mindestens zweijährige Berufsausbildung in einem zum Studiengang passenden Bereich mit mindestens drei Jahren passender Berufspraxis,
- ein erfolgreich abgeschlossenes Eignungsfeststellungsverfahren – von einer Hochschule oder staatlichen Stelle auf Grundlage einer Prüfungsordnung durchgeführt, mit schriftlichem und mündlichem Teil, geprüft wird allgemeines wie fachbezogenes Wissen,
- oder statt der Prüfung ein nachweislich erfolgreich absolviertes Probestudium von mindestens einem Jahr.
Welche Variante eine Hochschule anbietet, ist unterschiedlich – manche prüfen, andere lassen zum Probestudium zu. Für Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes reichen im Übrigen zwei statt drei Jahre Berufspraxis. Wie der Weg über eine Aufstiegsfortbildung ohne Prüfung aussieht, steht in Berufe ohne Studium mit gutem Gehalt.
Mehr Kontext
Studium ohne Abitur nach der Ausbildung: Zwei Wege führen hinein – einer öffnet jedes Fach, der andere nur ein verwandtes und verlangt eine Prüfung.
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