Wege nach der Schule
Lohnt sich ein Studium nach der Ausbildung finanziell?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Rechnerisch fast immer, aber die Rechnung hängt stärker am Alter und am gewählten Modell als am Abschluss selbst.
Auf der Kostenseite stehen nicht die Studiengebühren – die sind an staatlichen Hochschulen gering –, sondern das entgangene Einkommen: Wer drei Jahre Vollzeit studiert, verzichtet in dieser Zeit auf ein Facharbeitergehalt. Deshalb ist das berufsbegleitende oder duale Modell für Menschen mit Ausbildung oft die bessere Wahl; es dauert länger, kostet aber kein Einkommen.
Zu bedenken ist außerdem, dass eine Aufstiegsfortbildung – Meister, Techniker, Fachwirt – das Einkommen ebenfalls deutlich verändert und weniger Zeit kostet als ein Studium. Sie schließt ein späteres Studium nicht aus, sondern eröffnet es erst. Belastbare Vergleichszahlen für einzelne Berufe liefert der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.
Eine Rechnung, die häufig übersehen wird: Angerechnete Module verkürzen das Studium und damit den Einkommensverzicht. Welche Fortbildungen sich lohnen, steht in Berufe ohne Studium mit gutem Gehalt.
Mehr Kontext
Studium ohne Abitur nach der Ausbildung: Zwei Wege führen hinein – einer öffnet jedes Fach, der andere nur ein verwandtes und verlangt eine Prüfung.
Passende Ratgeber
- Duales Studium 2027: Vorteile, Nachteile und die eine Frage, die zuerst zählt
- Fachabitur nach der Ausbildung nachholen 2027: Dauer, Kosten und ob es sich lohnt
- Ausbildung oder Studium 2027: Die Entscheidungshilfe für Eltern
- Handwerksberufe mit Zukunft 2027: Chancen, Gehalt und Meister für Eltern erklärt