Wege nach der Schule
Kann mein Kind wirklich jedes Fach ohne Abitur studieren?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nur mit einem Aufstiegsfortbildungsabschluss – dann ja, wie mit Abitur. Ohne einen solchen Abschluss ist die Fächerwahl auf fachlich verwandte Studiengänge begrenzt. Der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 nennt für die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung fünf Gruppen:
- Meister im Handwerk nach §§ 45, 51a, 122 HwO,
- Fortbildungsabschlüsse nach §§ 53, 54 BBiG oder §§ 42, 42a HwO, sofern die Lehrgänge mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen,
- Fachschulabschlüsse nach der KMK-Rahmenvereinbarung über Fachschulen,
- vergleichbare seemännische Befähigungszeugnisse,
- landesrechtliche Fortbildungsabschlüsse im Gesundheitswesen sowie in sozialpflegerischen und sozialpädagogischen Berufen.
Wer darunterfällt, wählt frei. Wer nicht, braucht den fachgebundenen Weg mit verwandter Ausbildung, drei Jahren Berufspraxis und einer Eignungsprüfung. Zulassungsbeschränkungen wie ein Numerus clausus gelten in beiden Fällen unverändert. Welche Fortbildungen sich lohnen, steht in Berufe ohne Studium mit gutem Gehalt.
Mehr Kontext
Studium ohne Abitur nach der Ausbildung: Zwei Wege führen hinein – einer öffnet jedes Fach, der andere nur ein verwandtes und verlangt eine Prüfung.
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