Orientierung & Berufswahl
Soll ich meinem Kind verbieten, Social-Media-Inhalte zu erstellen?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nein – ein Verbot verlagert die Sache aus Ihrem Blickfeld, statt sie zu beenden. Jugendliche, denen das Erstellen untersagt wird, legen in aller Regel ein Zweitkonto an, von dem die Eltern nichts wissen; damit verlieren Sie genau den Einblick, den Sie brauchen.
Wirksamer sind drei Regeln, die den Inhalt nicht bewerten:
- Keine Veröffentlichung während der Schulzeit.
- Keine Hinweise auf Wohnort, Schule oder Tagesablauf im Bild.
- Kein Vertrag ohne Ihre Unterschrift – bei Minderjährigen ohnehin gesetzlich so, weil § 107 BGB die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter verlangt.
Nützlich ist außerdem, die Privatsphäre-Einstellungen gemeinsam durchzugehen und sich zeigen zu lassen, was veröffentlicht wird. Das kostet eine halbe Stunde und ersetzt monatelange Kontrolle. Und eine Grenze gibt es, an der Eingreifen richtig ist: Wenn Kommentare belasten, der Schlaf leidet oder die Schule einbricht, ist das kein Medienthema mehr, sondern ein gesundheitliches.
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