Orientierung & Berufswahl
Was tun, wenn mein Kind trotz aller Aufklärung auf dem Influencer-Wunsch beharrt?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Dann lassen Sie den Wunsch stehen und sichern parallel ab – das ist wirksamer als jede weitere Diskussion. Ein Wunsch, der Widerspruch erfährt, wird zur Frage der Selbstbehauptung; ein Wunsch, der geprüft werden darf, hält oder fällt von selbst. Verabreden Sie deshalb Gleichzeitigkeit statt Bedingung: Der Kanal läuft weiter, und parallel beginnt eine Ausbildung, die inhaltlich anschließt – Mediengestaltung, Marketingkommunikation oder E-Commerce. Das ist keine Notlösung, sondern in dieser Branche der übliche Weg: Fast alle, die davon leben, haben eine Grundlage, auf der sie stehen.
Drei Dinge machen die Absicherung tragfähig:
- Sie passt inhaltlich zum Wunsch. Eine Ausbildung, die nichts mit dem Kanal zu tun hat, wird als Strafe erlebt.
- Sie bringt eigenes Geld – mindestens 724 Euro im ersten Jahr nach § 17 Abs. 2 BBiG für Verträge mit Beginn 2026.
- Sie hat ein Enddatum. Zwei bis drei Jahre sind überschaubar, eine offene Frist ist es nicht.
Und wenn der Kanal in dieser Zeit wächst, hat Ihr Kind mit dem Abschluss genau die Qualifikation, die Agenturen und Marken bei einer Zusammenarbeit voraussetzen.
Mehr Kontext
Influencer ist kein Ausbildungsberuf, aber fünf anerkannte Berufe nutzen dieselben Fähigkeiten. Was rechtlich gilt, sobald Geld oder Produkte fließen.
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