Orientierung & Berufswahl
Sollte ich mein Kind ermutigen, den Beruf nach Gehalt zu wählen?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nicht an erster Stelle – die Ausbildungsvergütung ist die am wenigsten aussagekräftige Zahl der ganzen Entscheidung. Sie sagt etwas über die Tarifbindung der Branche, wenig über das spätere Einkommen und nichts darüber, ob Ihr Kind den Beruf durchhält.
Die Spanne reicht von der Mindestausbildungsvergütung nach § 17 Abs. 2 BBiG – 724 Euro im ersten Jahr für Verträge mit Beginn 2026 – bis zu 1.490,69 Euro in der Pflege. Der Unterschied entsteht vor allem durch Tarifverträge, die nach § 17 Abs. 3 BBiG Vorrang haben.
Nach der Ausbildung sortiert sich das neu: Eine Aufstiegsfortbildung verschiebt das Einkommen stärker als die Wahl zwischen zwei Berufen. Belastbare Werte je Beruf liefert der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.
Sinnvoll ist deshalb die Reihenfolge: zuerst die Tätigkeit, dann das Geld – und im Bewerbungsgespräch die Frage nach der Tarifbindung. Die Sätze einzelner Berufe zeigt Ausbildungsvergütung.
Mehr Kontext
Generation Z und die Berufswahl: Diese Generation verhandelt, weil sie es kann – 54.000 unbesetzte Stellen bei 40.000 unversorgten Bewerbern.
Generation Z und Berufswahl 2027: Was hinter den Ansprüchen steckt
Passende Ratgeber
Weitere Fragen zu diesem Thema
- Ist die Generation Z wirklich faul?
- Wie gehe ich damit um, wenn mein Kind einen unsicheren Berufswunsch hat?
- Warum lehnen junge Menschen Überstunden ab?
- Wie unterstütze ich mein Kind bei der Suche nach einem Beruf, der Sinn macht?
- Mein Kind möchte nach dem Abitur erst einmal reisen. Soll ich das unterstützen?
- Welche Rolle spielen soziale Medien bei der Berufswahl der Generation Z?