Bewerbung & Praktikum
Welche Rolle spielen Hobbys im Schüler-Lebenslauf?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Eine größere als bei Erwachsenen – bei Bewerbern ohne Berufserfahrung sind Hobbys oft der einzige Hinweis auf Persönlichkeit und Eignung. Sie zählen, wenn sie konkret sind und etwas belegen:
- Vereinssport seit Jahren – Ausdauer, Team,
- Musikinstrument – Disziplin,
- Jugendfeuerwehr oder Trainertätigkeit – Verantwortung,
- Modellbau oder PC-Basteln – technisches Interesse,
- Zeichnen – Gestaltung.
Zwei bis vier Angaben mit Jahreszahl oder Funktion reichen. Weglassen sollte Ihr Kind alles, worüber es im Gespräch nicht fünf Minuten reden könnte – danach wird gefragt.
Ein Nebenjob gehört in den Block Praktika, nicht zu den Hobbys. Dabei gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz: Solange Ihr Kind vollzeitschulpflichtig ist, sind höchstens zwei Stunden täglich erlaubt und nicht vor dem Unterricht (§ 5 Abs. 3 JArbSchG), in den Ferien vier Wochen im Kalenderjahr in Vollzeit (§ 5 Abs. 4).
Mehr Kontext
Ein Lebenslauf für die Ausbildung passt auf eine Seite und braucht fünf Blöcke. Was hineingehört, was nicht – und warum Ihr Kind ihn selbst schreiben muss.
Lebenslauf für die Ausbildung 2027: Aufbau, Vorlage und was Eltern beim Korrekturlesen prüfen
Passende Ratgeber
- Bewerbung für die Ausbildung 2027: Wie Eltern helfen – und wo die Grenze liegt
- Vorstellungsgespräch Ausbildung 2027: Was Eltern tun können und was nicht
- Schülerpraktikum finden 2027: Wo Eltern suchen, wann sie anfangen und was rechtlich gilt
- Absage auf die Ausbildungsbewerbung 2027: Wie Eltern ihr Kind auffangen und neu motivieren
Weitere Fragen zu diesem Thema
- Was gehört in einen Lebenslauf für die Ausbildungsbewerbung?
- Braucht mein Kind ein Bewerbungsfoto im Lebenslauf?
- Wie lang sollte der Lebenslauf eines Schülers sein?
- Wie gehe ich mit schlechten Noten im Lebenslauf um?
- Soll mein Kind den Lebenslauf für jede Bewerbung anpassen?
- Welche Fehler sollten im Lebenslauf unbedingt vermieden werden?