Eltern-Kind-Dynamik

Wie lasse ich los, wenn ich überzeugt bin, dass mein Kind die falsche Entscheidung trifft?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Indem Sie die Sorge einmal benennen, einen Prüfschritt vereinbaren – und dann tatsächlich aufhören. Der wirksame Ablauf hat drei Teile:

  • Sagen, was Sie befürchten – konkret statt bewertend.
  • Einen überprüfbaren Schritt mit Datum verabreden, etwa ein Praktikum, ein Gespräch mit jemandem aus dem Beruf oder einen Termin bei der Berufsberatung nach §§ 29 und 30 SGB III.
  • Das Ergebnis gelten lassen, auch wenn es Ihnen nicht passt.

Was nicht funktioniert, ist Wiederholung: Einmal gesagt ist ein Hinweis, dreimal gesagt ist Druck, und Druck macht einen Berufswunsch attraktiver statt fragwürdiger.

Entlastend ist, dass eine erste Wahl weniger festlegt, als sie sich anfühlt: Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 öffnet ein Meister-, Techniker- oder Fachwirtabschluss jedes Studium ohne Abitur, und bei einem Wechsel des Ausbildungsberufs lässt sich die absolvierte Zeit oft anrechnen. Wie Sie über einen Wunsch sprechen, den Sie für falsch halten, steht in Kind will einen anderen Beruf als die Eltern.

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