Ausbildungsberufe & Branchen

Ist ein Studium wirklich nötig?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Für einen Teil der Berufe ja, für die meisten nein – und die verbreitete Annahme, das Studium sei der sicherere Weg, hält den Zahlen nicht stand.

Zwingend ist es dort, wo der Zugang gesetzlich daran hängt: Medizin, Rechtspflege, Lehramt, Ingenieurberufe mit Kammerzulassung. Überall sonst ist es eine von mehreren Möglichkeiten.

Zum Vergleich: 2024 wurden 29,7 Prozent der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung ermittelte für die Bachelor-Anfängerjahrgänge 2016 und 2017 eine Abbruchquote von 28 Prozent, an Universitäten 35 Prozent. Der Unterschied steckt im Wort: Eine Vertragslösung ist kein Ausbildungsabbruch – etwa die Hälfte schließt danach erneut einen Ausbildungsvertrag ab.

Dazu kommt: Die Ausbildung zahlt ab dem ersten Tag, das Studium kostet, und der Hochschulweg bleibt über die Aufstiegsfortbildung ohnehin offen. Den ganzen Vergleich zieht Ausbildung oder Studium.

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