Orientierung & Berufswahl
Mein Kind ist 16 und hat noch keine Ahnung, was es will – ist das normal?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Ja, das ist häufig und kein Warnzeichen – problematisch wird es erst, wenn auch nichts ausprobiert wird. Mit 16 haben viele Jugendliche ein oder zwei Praktika hinter sich und eine grobe Richtung, aber noch keinen festen Berufswunsch.
Unterscheiden Sie deshalb zwei Zustände. Wer keine Entscheidung hat, aber Praktika macht, Termine wahrnimmt und Fragen stellt, ist auf Kurs. Wer Termine vergessen lässt, Bewerbungen liegen lässt und das Thema konsequent wechselt, ist überfordert – und dagegen hilft Verkleinern statt Nachdruck.
Zeitlich wird es dort eng, wo der Bewerbungskalender es vorgibt: Großbetriebe, Behörden und Banken besetzen ihre Plätze für den August oft schon im Herbst des Vorjahres.
Ein Termin bei der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit ist jetzt sinnvoll. Er ist kostenlos, und Sie können mitkommen, wenn Ihr Kind das möchte. Wie Sie ohne Druck vorgehen, steht in Kind weiß nicht, was es werden will.
Mehr Kontext
Wann mit der Berufsorientierung anfangen? Der Termindruck kommt nicht vom Alter, sondern vom Bewerbungskalender der Betriebe. Was wann sinnvoll ist.
Wann mit der Berufsorientierung anfangen 2027: Nach Alter sortiert
Passende Ratgeber
- Zeitplan Berufsorientierung 2027: Was in Klasse 8, 9 und 10 wann zu tun ist
- Berufswahl ohne Druck 2027: Woran Eltern merken, dass sie zu viel drücken
- Schülerpraktikum finden 2027: Wo Eltern suchen, wann sie anfangen und was rechtlich gilt
- Kind weiß nicht, was es werden will? 7 Schritte für Eltern 2027