Eltern-Kind-Dynamik
Was passiert in welcher Klasse – und was davon ist verbindlich?
Antwort für Eltern
Verbindlich ist die curriculare Verankerung, nicht die einzelne Maßnahme – deshalb unterscheiden sich Schulen so stark. Die Empfehlung der Kultusministerkonferenz vom 7. Dezember 2017 verlangt eine individuelle Orientierung über die Sekundarstufen I und II und überlässt Klassenstufe und Ausgestaltung den Ländern. In der Praxis folgt der Ablauf einem Muster: Potenzialanalyse in Klasse 7 oder 8, Betriebserkundungen und Werkstatttage in Klasse 8, Pflichtpraktikum in Klasse 9, Bewerbungsphase in Klasse 9 und 10, am Gymnasium jeweils zwei bis drei Jahre später. Zusätzliche Angebote hängen an der Finanzierung: § 48 SGB III fördert vertiefte Berufsorientierung nur bei einer Kofinanzierung von mindestens 50 Prozent durch Dritte – Kammern, Kommunen oder Stiftungen. Fragen Sie deshalb konkret nach dem Programm Ihrer Schule, statt von einem Standard auszugehen. Der Gesamtablauf steht in Zeitplan Berufsorientierung.
Mehr Kontext
Die Schule liefert Struktur und Termine, nicht die Entscheidung. Was sie tatsächlich leistet und wo Ihr Beitrag den Unterschied macht.
Berufsorientierung in der Schule 2027: Wo Eltern wirklich gebraucht werden
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