Eltern-Kind-Dynamik

Was passiert in welcher Klasse – und was davon ist verbindlich?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Verbindlich ist die Verankerung im Lehrplan, nicht die einzelne Maßnahme – deshalb unterscheiden sich Schulen so stark. Die Empfehlung der Kultusministerkonferenz vom 7. Dezember 2017 verlangt eine individuelle Orientierung über die Sekundarstufen I und II und überlässt Klassenstufe und Ausgestaltung den Ländern.

In der Praxis folgt der Ablauf einem Muster:

  • Klasse 7 oder 8: Potenzialanalyse,
  • Klasse 8: Betriebserkundungen und Werkstatttage,
  • Klasse 9: Pflichtpraktikum,
  • Klasse 9 und 10: Bewerbungsphase – am Gymnasium jeweils zwei bis drei Jahre später.

Zusätzliche Angebote hängen an der Finanzierung: § 48 SGB III fördert vertiefte Berufsorientierung nur bei einer Kofinanzierung von mindestens 50 Prozent durch Dritte – Kammern, Kommunen oder Stiftungen. Fragen Sie deshalb konkret nach dem Programm Ihrer Schule, statt von einem Standard auszugehen. Der Gesamtablauf steht in Zeitplan für die Berufsorientierung.

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