Eltern-Kind-Dynamik

Mein Kind bekommt in der Schule kaum Berufsorientierung – was kann ich tun?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Zuerst nachfragen, was es überhaupt gibt – vieles wird nicht von selbst genannt –, und parallel die beiden Wege gehen, die von der Schule unabhängig sind.

Fragen Sie in der Schule nach drei Dingen:

  • Der Ansprechperson für Berufsorientierung.
  • Den Sprechzeiten der Berufsberatung im Haus.
  • Angeboten nach § 48 SGB III. Die Agentur für Arbeit fördert vertiefte Berufsorientierung, wenn ein Dritter mindestens die Hälfte mitfinanziert – deshalb schwankt das Angebot von Schule zu Schule stark.

Unabhängig davon stehen Ihnen zwei kostenlose Wege offen: ein eigener Termin bei der Berufsberatung, die nach §§ 29 und 30 SGB III gesetzlicher Auftrag ist und zu der Sie Ihr Kind begleiten können, und ein selbst organisiertes Ferienpraktikum. Das zweite Praktikum ist dabei der wirksamste Schritt, weil es den Vergleich erlaubt, den ein einzelnes nicht liefert. Wackelt zusätzlich der Schulabschluss, kommt die Berufseinstiegsbegleitung nach § 49 SGB III hinzu – die allerdings über die Schule beantragt wird.

Mehr Kontext

Berufsorientierung in der Schule: Sie liefert Struktur und Termine, nicht die Entscheidung. Was sie leistet und wo Ihre Rolle den Unterschied macht.

Berufsorientierung in der Schule 2027: Wo Eltern wirklich gebraucht werden

Passende Ratgeber

Weitere Fragen zu diesem Thema