Orientierung & Berufswahl
Wie finde ich heraus, ob mein Kind eher der Studien- oder Ausbildungstyp ist?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
An drei Beobachtungen aus dem Alltag, nicht am Notendurchschnitt:
- Umgang mit unstrukturierter Zeit: Wer sich Aufgaben selbst einteilt, ohne dass jemand fragt, kommt im Studium zurecht.
- Ausdauer bei Theorie ohne sichtbaren Zweck: Wer ein Thema auch dann verfolgt, wenn es gerade zu nichts führt, ebenso.
- Bedürfnis nach Rückmeldung: Wer besser arbeitet, sobald ein Ergebnis sichtbar wird, findet das in der Ausbildung täglich.
Das Abiturzeugnis sagt dazu wenig – es misst, was die Schule prüft, und ist die Eintrittskarte zum Studium, nicht das Argument dafür. Zur Einordnung: Das DZHW ermittelte für die Bachelor-Anfängerjahrgänge 2016 und 2017 eine Abbruchquote von 28 Prozent, an Universitäten 35 Prozent.
Der verlässlichste Test bleibt praktisch: zwei Wochen Praktikum gegen einen Schnuppertag an der Hochschule. Die Abwägung im Detail zeigt Ausbildung oder Studium.
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