Orientierung & Berufswahl
Wann sollte mein Kind anfangen, sich mit der Berufswahl zu beschäftigen?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Spätestens zu Beginn der Oberstufe – und für duale Studienplätze früher, weil große Unternehmen oft ein Jahr und mehr vor Studienbeginn ausschreiben.
Der Rhythmus richtet sich nicht nach dem Abiturtermin, sondern nach dem Bewerbungskalender: Duale Studienplätze und Ausbildungsplätze in Großbetrieben, Behörden und Banken werden oft schon im Herbst des Vorjahres vergeben. Wer auf das Abiturzeugnis wartet, verpasst beides. Bewerbungen sind ohne Abschlusszeugnis möglich, es wird nachgereicht.
Für das Studium selbst sind die Fristen später, aber zulassungsbeschränkte Fächer und Eignungsprüfungen verlangen ebenfalls Vorlauf.
Praktisch heißt das: In der Oberstufe gehört ein fester Termin pro Woche in den Kalender, den Ihr Kind selbst füllt – zwanzig Minuten reichen, wenn sie regelmäßig sind. Einen Termin bei der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit gibt es unabhängig von der Schule, kostenlos und auch für Oberstufenschüler. Die Zeitleiste zeigt Zeitplan für die Berufsorientierung.
Mehr Kontext
Berufswahl am Gymnasium: Das Abiturzeugnis kommt im Frühjahr, die meisten Fristen liegen vorher. Der Zeitplan, der wirklich gilt, und die vier Wege danach.
Berufswahl am Gymnasium 2027: Der Zeitplan und die vier Wege
Passende Ratgeber
Weitere Fragen zu diesem Thema
- Ist eine Ausbildung nach dem Abitur unter dem Niveau meines Kindes?
- Wie finde ich heraus, ob mein Kind eher der Studien- oder Ausbildungstyp ist?
- Was tun, wenn mein Kind nach dem Abi komplett orientierungslos ist?
- Wie viel darf ich als Elternteil überhaupt noch mitreden?
- Lohnt sich ein Auslandsjahr oder ein Freiwilligendienst nach dem Abitur?