Orientierung & Berufswahl
Ist ein Gap Year sinnvoll für hochbegabte Jugendliche?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nur mit Struktur – ein unstrukturiertes Jahr verschiebt die Entscheidung, statt sie zu klären, und das gilt bei breit Begabten besonders. Wer viele Möglichkeiten hat, gewinnt durch zusätzliche Zeit selten Klarheit; Klarheit entsteht durch Erfahrung, die etwas ausschließt. Tauglich sind deshalb Formate mit festem Rahmen:
- Freiwilligendienst nach dem Jugendfreiwilligendienstegesetz, der Taschengeld, Versicherung und den Kindergeldanspruch nach § 32 Abs. 4 EStG sichert,
- ein längeres Praktikum in einem Bereich, der zur Debatte steht,
- Einstiegsqualifizierung nach § 54a SGB III von vier bis zwölf Monaten, die bei anschließender Ausbildung angerechnet werden kann.
Zwischen Schulabschluss und dem nächsten Ausbildungsabschnitt zahlt die Familienkasse ohnehin bis zu vier Monate weiter. Vereinbaren Sie vorher, woran am Ende erkennbar sein soll, dass das Jahr etwas gebracht hat – sonst wird aus dem Jahr zwei. Mehr dazu in Gap Year sinnvoll?
Mehr Kontext
Bei hochbegabten Jugendlichen scheitert die Berufswahl nicht an zu wenigen Möglichkeiten, sondern an zu vielen. Woran es liegt und was hilft.
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