Orientierung & Berufswahl
Mein hochbegabtes Kind hat schlechte Noten – wie wirkt sich das auf die Berufswahl aus?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Auf die duale Ausbildung weniger, als viele befürchten, auf die schulischen Wege erheblich – und die eigentliche Frage ist nicht das Zeugnis, sondern ob Lernen geübt wurde.
Eine gesetzliche Notenvoraussetzung für die duale Ausbildung gibt es nicht; das Berufsbildungsgesetz kennt keine. Betriebe entscheiden selbst, und viele schauen auch auf Fehltage und die Leistung im Praktikum – zumal zum 30. September 2025 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt waren, bei 39.900 unversorgten Bewerbern. Anders liegt es bei gymnasialer Oberstufe, Fachoberschule und dualem Studium, wo Notenschwellen üblich sind.
Der wichtigere Punkt betrifft die Berufsschule: Wer nie lernen musste, tut sich dort oft schwer, wo zum ersten Mal Ausdauer nötig ist. Dagegen hilft die begleitende Phase der Assistierten Ausbildung nach § 75 SGB III mit Stützunterricht – vermittelt über die Berufsberatung und bezahlt von der Agentur für Arbeit. Wie sich Stärken trotz Noten zeigen, steht in Stärken des Kindes herausfinden.
Mehr Kontext
Bei hochbegabten Jugendlichen scheitert die Berufswahl nicht an zu wenigen Möglichkeiten, sondern an zu vielen. Woran es liegt und was hilft.
Hochbegabtes Kind und Berufswahl 2027: Warum es schwerer ist
Passende Ratgeber
Weitere Fragen zu diesem Thema
- Mein hochbegabtes Kind will sich nicht festlegen – wie lange kann ich das tolerieren?
- Ist ein Gap Year sinnvoll für hochbegabte Jugendliche?
- Wie finde ich heraus, ob Berufsorientierungsprobleme mit Hochbegabung zusammenhängen?
- Ist eine Ausbildung für ein hochbegabtes Kind Verschwendung?
- Wie gehe ich damit um, wenn mein Kind alles sofort können will?