Ausbildungsalltag & Krisen
Wie unterscheide ich Prüfungsangst von Faulheit?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
An der Richtung des Verhaltens: Faulheit vermeidet die Anstrengung, Prüfungsangst die Bewertung – und wer aus Angst vermeidet, tut das oft unter großem Leidensdruck.
Drei Unterschiede helfen beim Einordnen:
- Der Abruf. Wer den Stoff zu Hause beherrscht und ihn in der Prüfung nicht aufrufen kann, hat kein Wissensproblem.
- Die Reaktion auf Erfolg. Bei Angst beruhigt eine bestandene Prüfung kaum und wird als Zufall abgetan.
- Körperliche Zeichen im Vorfeld. Schlafstörungen über Wochen, Übelkeit am Morgen, Herzrasen vor Terminen – Faulheit zeigt keine Symptome.
Der praktische Test ist ein Probedurchlauf unter echten Bedingungen. Scheitert Ihr Kind daran, obwohl es beim Abfragen sicher war, ist es Prüfungsangst. Zeigt sich dagegen, dass der Stoff fehlt, ist es ein Lernproblem – dafür gibt es die begleitende Phase der Assistierten Ausbildung nach § 75 SGB III mit Stützunterricht auf Kosten der Agentur für Arbeit.
Mehr Kontext
Prüfungsangst in der Ausbildung: Lampenfieber lässt nach fünf Minuten nach, Prüfungsangst nicht. Woran Eltern den Unterschied erkennen und was hilft.
Passende Ratgeber
- Probleme in der Berufsschule 2027: Sitzenbleiben, schlechte Noten, Schwänzen – was gilt
- Kind überfordert in der Ausbildung 2027: Woran es liegt und was hilft
- Kind will die Ausbildung abbrechen 2027: Was jetzt zu tun ist
- Ausbildung abgebrochen 2027: Konsequenzen, Kindergeld und die nächsten Schritte für Eltern
Weitere Fragen zu diesem Thema
- Was kann mein Kind tun, wenn es die Abschlussprüfung wegen Prüfungsangst nicht besteht?
- Gibt es einen Nachteilsausgleich für Prüfungsangst bei der IHK-Prüfung?
- Kann Prüfungsangst mit Medikamenten behandelt werden?
- Wie kann ich helfen, ohne den Druck noch zu erhöhen?
- Was ist, wenn mein Kind wegen der Angst die Ausbildung abbrechen will?