Ausbildungsalltag & Krisen
Wie oft werden Ausbildungen abgebrochen?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Seltener, als die bekannteste Zahl vermuten lässt: 2024 wurden zwar 29,7 Prozent der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst – eine Vertragslösung ist aber kein Ausbildungsabbruch.
Die Statistik zählt jede vorzeitige Beendigung eines Vertrags, auch den Wechsel des Betriebs im selben Beruf und den Wechsel in einen anderen Ausbildungsberuf. Etwa die Hälfte derer, die einen Vertrag lösen, schließt danach erneut einen Ausbildungsvertrag ab; die absolvierte Zeit kann angerechnet werden, darüber entscheidet die zuständige Kammer.
Zum Vergleich: Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung ermittelte für die Bachelor-Anfängerjahrgänge 2016 und 2017 eine Abbruchquote von 28 Prozent – und dort ist ein Abbruch meist ein tatsächlicher Ausstieg.
Gründe erfasst die Statistik nicht. In Befragungen nennen Auszubildende laut Berufsbildungsbericht 2026 in erster Linie Probleme im Betrieb, etwa Konflikte mit Ausbildern oder schlechte Ausbildungsqualität; daneben persönliche Gründe und falsche Vorstellungen vom Beruf.
Mehr Kontext
Eine Vertragslösung ist kein Ausbildungsabbruch – dieser Unterschied entscheidet über das Vorgehen. Die vier Auswege und die Fristen, die sofort laufen.
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