Ausbildungsalltag & Krisen
Ab wann spricht man offiziell von Mobbing?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nach der Definition des Bundesarbeitsgerichts bei systematischem Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren über längere Zeit, das zielgerichtet gegen eine Person geht und in der Gesamtheit ihr Persönlichkeitsrecht verletzt.
Eine feste Dauer oder Häufigkeit gibt es nicht; in der Praxis nehmen Gerichte Mobbing bei wiederholten Vorfällen über mehrere Wochen an. Einzelne Konflikte, sachliche Kritik oder ein rauer Ton gegenüber allen sind kein Mobbing.
Gesetzlich definiert ist nur die Belästigung nach § 3 Abs. 3 AGG: unerwünschtes Verhalten wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität, das die Würde verletzt. Dafür braucht es keine Wiederholung.
Mehr Kontext
Wird Ihr Kind in der Ausbildung gemobbt, hat es mehr Rechte als die meisten Eltern wissen. Diese acht Schritte führen vom Gespräch bis zur Kammer.
Azubi wird gemobbt 2027: Woran Eltern es erkennen und was rechtlich hilft
Passende Ratgeber
- Ausbildungsbetrieb wechseln 2027: Kündigung, Aufhebungsvertrag und Anrechnung für Eltern erklärt
- Kind überfordert in der Ausbildung 2027: Woran es liegt und was hilft
- Kind will die Ausbildung abbrechen 2027: Was jetzt zu tun ist
- Probleme in der Berufsschule 2027: Sitzenbleiben, schlechte Noten, Schwänzen – was gilt