Geld & Recht
Ist die Ausbildungsvergütung steuerfrei?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nicht grundsätzlich, aber praktisch bleibt sie es in den ersten Jahren meistens. Die Vergütung ist steuerpflichtiges Arbeitsentgelt; Lohnsteuer fällt jedoch erst an, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen den Grundfreibetrag übersteigt. Der liegt 2026 bei 12.348 Euro, also 1.029 Euro im Monat – ab 2027 sollen es nach dem Regierungsentwurf zum Einkommensteuerreformgesetz 12.564 Euro sein. Die Mindestausbildungsvergütung von 724 Euro im ersten Jahr liegt deutlich darunter; in gut zahlenden Bereichen wie der Pflege mit 1.490,69 Euro wird dagegen von Anfang an Lohnsteuer einbehalten.
Sozialversicherungsbeiträge sind etwas anderes und fallen unabhängig davon an – außer bei einer Vergütung bis 325 Euro im Monat, die nach § 20 Abs. 3 SGB IV allein der Betrieb verbeitragt.
Eine Steuererklärung lohnt sich fast immer, weil Fahrten zur Berufsschule und Arbeitsmittel gegengerechnet werden. Welche Fahrtkosten zählen, steht in Fahrtkosten in der Ausbildung.
Mehr Kontext
Über die Ausbildungsvergütung entscheidet die Tarifbindung des Betriebs, nicht der Beruf. Die Sätze 2026/2027, die Abzüge und was zusätzlich kommt.
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