Geld & Recht

Wie hoch ist der Unterschied zwischen Tarifbetrieben und nicht-tarifgebundenen Betrieben wirklich?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

Er ist die größte einzelne Stellschraube und kann im ersten Ausbildungsjahr mehrere hundert Euro im Monat ausmachen. Die gesetzliche Untergrenze für Verträge mit Beginn 2026 liegt bei 724 Euro; tarifgebundene Betriebe in der Pflege zahlen im selben Jahr 1.490,69 Euro.

Der Grund ist die Rangfolge in § 17 BBiG: Wo ein Tarifvertrag gilt, ist dessen Satz verbindlich, und Tarifverträge liegen fast immer über der Mindestvergütung. Wo keiner gilt, darf der Betrieb den branchenüblichen Tarif um höchstens 20 Prozent unterschreiten, mindestens aber die Mindestvergütung zahlen.

Deshalb ist „Sind Sie tarifgebunden?“ die nützlichste Frage im Bewerbungsgespräch – nützlicher als die Frage nach der Höhe, weil sie auch etwas über Urlaubstage, Sonderzahlungen und Übernahmechancen verrät. Wie Ihr Kind das Gespräch vorbereitet, steht in Vorstellungsgespräch für die Ausbildung.

Mehr Kontext

Über die Ausbildungsvergütung entscheidet die Tarifbindung des Betriebs, nicht der Beruf. Die Sätze 2026/2027, die Abzüge und was zusätzlich kommt.

Ausbildungsvergütung 2027: Was Ihr Kind bekommt und was davon bleibt

Passende Ratgeber

Weitere Fragen zu diesem Thema