Ausbildungsalltag & Krisen
Mein Kind ist überfordert in der Ausbildung, woran erkenne ich das als Elternteil?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
An den leisen Zeichen, nicht an den lauten – drei davon über mehrere Wochen sagen mehr als ein schlechtes Zeugnis.
Verlässliche Frühzeichen sind:
- liegen gebliebene Berichtshefte,
- ein Wochenende, das zum Aufholen statt zur Erholung gebraucht wird,
- sich häufende Krankmeldungen am Montag,
- ein gedrehter Schlafrhythmus bei gleichbleibendem Dienstplan,
- Gespräche über die Arbeit, die nur noch negativ sind oder gar nicht mehr stattfinden.
Noten kippen später und taugen deshalb nicht als Frühwarnung.
Wichtig ist die Abgrenzung zur normalen Erschöpfung: Der Übergang von der Schule in Vollzeitarbeit ist für fast alle anstrengend und legt sich nach einigen Monaten. Bleibt es dabei oder wird es schlimmer, ist es Überforderung. Kommen Schlafstörungen, anhaltende Erschöpfung oder Rückzug über Monate dazu, gehört das in die Kinder- und Jugendarztpraxis, bevor über die Ausbildung entschieden wird.
Prüfen Sie parallel den Dienstplan: Für Minderjährige gelten nach §§ 8 und 14 JArbSchG höchstens acht Stunden täglich und grundsätzlich nur die Zeit zwischen 6 und 20 Uhr. Alle Regeln: Jugendarbeitsschutzgesetz in der Ausbildung.
Mehr Kontext
Kind überfordert in der Ausbildung? Fast immer steckt eine von vier Ursachen dahinter, und jede verlangt eine andere Lösung. Die Anzeichen und die Hilfen.
Kind überfordert in der Ausbildung 2027: Woran es liegt und was hilft
Passende Ratgeber
Weitere Fragen zu diesem Thema
- Welche Ursachen kann es haben, wenn mein Kind überfordert in der Ausbildung ist?
- Wie kann ich meinem Kind konkret helfen, wenn es überfordert in der Ausbildung ist?
- Sollte ich mich an den Ausbildungsbetrieb wenden, wenn mein Kind überfordert in der Ausbildung ist?
- Gibt es Anzeichen, dass mein Kind überfordert in der Ausbildung ist, die ich vielleicht übersehe?
- Ab wann ist ein Wechsel besser als Durchhalten?