Ausbildungsalltag & Krisen

Mein Kind ist überfordert in der Ausbildung, woran erkenne ich das als Elternteil?

Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am

Antwort für Eltern

An den leisen Zeichen, nicht an den lauten – drei davon über mehrere Wochen sagen mehr als ein schlechtes Zeugnis.

Verlässliche Frühzeichen sind:

  • liegen gebliebene Berichtshefte,
  • ein Wochenende, das zum Aufholen statt zur Erholung gebraucht wird,
  • sich häufende Krankmeldungen am Montag,
  • ein gedrehter Schlafrhythmus bei gleichbleibendem Dienstplan,
  • Gespräche über die Arbeit, die nur noch negativ sind oder gar nicht mehr stattfinden.

Noten kippen später und taugen deshalb nicht als Frühwarnung.

Wichtig ist die Abgrenzung zur normalen Erschöpfung: Der Übergang von der Schule in Vollzeitarbeit ist für fast alle anstrengend und legt sich nach einigen Monaten. Bleibt es dabei oder wird es schlimmer, ist es Überforderung. Kommen Schlafstörungen, anhaltende Erschöpfung oder Rückzug über Monate dazu, gehört das in die Kinder- und Jugendarztpraxis, bevor über die Ausbildung entschieden wird.

Prüfen Sie parallel den Dienstplan: Für Minderjährige gelten nach §§ 8 und 14 JArbSchG höchstens acht Stunden täglich und grundsätzlich nur die Zeit zwischen 6 und 20 Uhr. Alle Regeln: Jugendarbeitsschutzgesetz in der Ausbildung.

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