Ausbildungsalltag & Krisen
Wie kann ich meinem Kind konkret helfen, wenn es überfordert in der Ausbildung ist?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Zuerst entlasten, was sich sofort entlasten lässt, dann die passende Förderung beantragen – beides, ohne die Ausbildung infrage zu stellen.
Sofort wirksam sind praktische Dinge:
- den Dienstplan gemeinsam durchgehen,
- das Berichtsheft wieder auf Stand bringen,
- feste Schlafenszeiten wiederherstellen,
- am Wochenende einen freien Tag verteidigen.
Parallel die Förderung: Die begleitende Phase der Assistierten Ausbildung nach § 75 SGB III umfasst Stützunterricht und sozialpädagogische Begleitung während der Ausbildung und wird von der Agentur für Arbeit bezahlt. Beantragt wird sie über die Berufsberatung nach §§ 29 und 30 SGB III.
Was nicht hilft, sind Durchhalteparolen und Vorwürfe über verlorene Zeit. Entlastend ist dagegen eine Tatsache: 2024 wurde fast jeder dritte Ausbildungsvertrag vorzeitig gelöst, und etwa die Hälfte der Betroffenen schließt danach erneut einen Ausbildungsvertrag ab. Ein schweres erstes Jahr ist kein Scheitern.
Mehr Kontext
Kind überfordert in der Ausbildung? Fast immer steckt eine von vier Ursachen dahinter, und jede verlangt eine andere Lösung. Die Anzeichen und die Hilfen.
Kind überfordert in der Ausbildung 2027: Woran es liegt und was hilft
Passende Ratgeber
Weitere Fragen zu diesem Thema
- Mein Kind ist überfordert in der Ausbildung, woran erkenne ich das als Elternteil?
- Welche Ursachen kann es haben, wenn mein Kind überfordert in der Ausbildung ist?
- Sollte ich mich an den Ausbildungsbetrieb wenden, wenn mein Kind überfordert in der Ausbildung ist?
- Gibt es Anzeichen, dass mein Kind überfordert in der Ausbildung ist, die ich vielleicht übersehe?
- Ab wann ist ein Wechsel besser als Durchhalten?