Geld & Recht
Muss mein Kind nach der Berufsschule noch in den Betrieb?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Das hängt von der Länge des Schultags ab:
- Mehr als fünf Unterrichtsstunden à mindestens 45 Minuten: Einmal pro Woche ist danach frei. Der Tag wird mit der durchschnittlichen täglichen Arbeitszeit angerechnet.
- Unterricht vor 9 Uhr: Vorher darf Ihr Kind nicht arbeiten.
- Blockwoche mit mindestens 25 Unterrichtsstunden an fünf Tagen: frei vom Betrieb; zulässig sind nur betriebliche Ausbildungsveranstaltungen bis zu zwei Stunden in der Woche.
- Kurzer Schultag, etwa vier Stunden: Der Betrieb darf verlangen, dass Ihr Kind danach noch kommt. Angerechnet werden die Unterrichtszeit mit Pausen und die notwendige Wegezeit zwischen Berufsschule und Betrieb.
Für volljährige Azubis gelten Freistellung und Anrechnung nach dem Berufsbildungsgesetz genauso. Dazu kommt für alle ein freier Arbeitstag unmittelbar vor der schriftlichen Abschlussprüfung. Was sich mit der Volljährigkeit sonst ändert, steht in Kind wird erwachsen: Berufseinstieg.
Rechtsgrundlagen: § 9 JArbSchG, § 15 BBiG
Mehr Kontext
Jugendarbeitsschutzgesetz in der Ausbildung: 8 Stunden am Tag, 40 in der Woche, 6 bis 20 Uhr, Pausen 30/60 Minuten, 25 bis 30 Werktage Urlaub.
Jugendarbeitsschutzgesetz in der Ausbildung 2027: Arbeitszeit, Pausen, Samstag, Urlaub unter 18
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