Eltern-Kind-Dynamik
Mein Kind ist in der Ausbildung und erzählt mir nichts mehr – soll ich nachhaken?
Von Leonard Döppeler · Zuletzt aktualisiert am
Antwort für Eltern
Nicht nach Inhalten fragen, sondern verfügbar sein – und beim Verdacht auf ein echtes Problem gezielt statt allgemein. Schweigen über die Arbeit ist im ersten Ausbildungsjahr der Normalfall: Der Tag ist lang, vieles lässt sich schlecht erklären, und manches will erst selbst sortiert werden.
Allgemeine Fragen wie „Wie war’s?“ erzeugen allgemeine Antworten. Wirksamer sind feste Anlässe – eine Mahlzeit zu festen Zeiten, eine gemeinsame Fahrt – und die ausdrückliche Zusage, dass nicht jeder Bericht einen Rat nach sich zieht.
Anders liegt es bei Warnzeichen:
- anhaltende Erschöpfung,
- Vermeidung,
- Schlafprobleme,
- plötzliche Krankmeldungen.
Dann fragen Sie gezielt nach Arbeitszeit, Aufgaben und Umgangston, denn dahinter stehen manchmal ausbildungsfremde Arbeiten oder Konflikte. Der Weg führt zur Ausbildungsberatung der Kammer, die nach § 76 BBiG einen gesetzlichen Überwachungs- und Beratungsauftrag hat. Woran Sie Überforderung erkennen: Kind überfordert in der Ausbildung.
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